Wie entsteht Vertrauen im Unternehmen?

Am 13. Oktober trafen wir uns wieder zum Hamburger DenkanStoos.

Mit der Frage „Wie entsteht Vertrauen in Unternehmen?“ luden die Moderatoren Hagen Schurbohm und Markus Wittwer zum DenkanStoos-Treffen. Gastgeber Wer liefert was? empfing die Teilnehmer mit offenen Türen und, dem Titel entsprechend, mit viel Vertrauen in seinen Räumen und hielt zu unserer Stärkung noch leckere Bagels und Kaltgetränke bereit. An diesem Abend wollten wir herauszufinden, was Vertrauen eigentlich genau ist und wie man es fördern kann – ohne auf unlautere Methoden wie dieser Zeitgenosse hier (youtube Video) zurückzugreifen…

Vertrauen – Was ist das eigentlich?

Vertrauen und ein Vertrauensvorschuss wird geschenkt und er geht immer in eine bestimmte Richtung. So kann ich Vertrauen in mich selbst haben, in meine Beziehung, in das Unternehmen, in dem ich arbeite, in den Markt und die Gesellschaft. Auch einem Prozess kann man Vertrauen gegenüber bringen – so gibt es vor allem im agilen Kontext das Mantra „trust the process“.

Was ist eigentlich das Gegenteil von Vertrauen, fragte uns Hagen gemäß der Werte- und Entwicklungsquadrate (F. Schulz von Thun). So erarbeiteten wir als Schwesterntugend zum Vertrauen die „Überprüfung und Kontrolle“, deren negative Übertreibung Misstrauen und blinde Kontrolle wäre. Die Übertreibung von Vertrauen, also das „zu viel des Guten“, wäre demnach blindes Vertrauen und eine Vertrauensseligkeit. Wir alle waren uns darin einig, das Vertrauen im Unternehmen wichtig ist:

  • es motiviert,
  • es bindet Kunden und Mitarbeiter,
  • es spart Kosten,
  • es beschleunigt Prozesse,
  • und es erhöht die Stabilität in Veränderungsprozessen und ermöglicht einen Umgang mit Komplexität.

Mit einem Vertrauensbarometer näherten wir uns dann unserer ganz eigenen Position zum Thema. Markus stellte uns verschiedene Fragen, die uns dabei unterstützten. Im anschließenden Zweiergespräch tauschten wir uns dazu aus und bekamen ein erstes Gespür dafür, was bei uns Vertrauen entstehen lässt.

Eine interessante Frage, die im Nachgang zum Vertrauensbarometer diskutiert wurde, war die Gegenüberstellung von Vertrauen und Berechenbarkeit: Kann ich einer Person vertrauen, die sich sehr konsistent verhält, auch wenn ich ihn oder sie nicht mag? Welche Rolle spielt Sympathie, insbesondere im beruflichen Kontext?

Aus dem lernen, was gut funktioniert

Mit dem Appreciative Inquiry machten wir uns dann auf die Suche nach Erfolgsgeschichten. Statt darauf zu schauen, was nich20141013_TN-m-Plakat1_klt funktioniert, legt diese Methode den Fokus auf Erfolgsgeschichten und fragt danach, wovon man (als Team oder Organisation) mehr haben will. Dazu tauschten wir uns zunächst zu zweit über unsere persönlichen Erfolgs-geschichten aus. Danach fanden wir uns in drei größeren Gruppen zusammen, um gemeinsam die Schlüsselfaktoren dieser Erfolgsgeschichten und daraus abgeleitete Empfehlungen zu sammeln.

Mit vielen schönen Geschichten im Kopf und einem bunten Blumenstrauß an Schlüsselfaktoren und Empfehlungen endete dann der Abend – natürlich nicht, ohne einen neuen Termin auszumachen:

Am Montag, den 24. November geht es weiter – dann mit ‚DenkanStoos‘ zu Feedback.

Bericht: Isabelle Müller (http://www.easygeneration.net/)

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